In der WDR-Sendung „Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs“ setzte sich Nils Prehn vom RSV Praest unter anderem gegen einen Schalker durch.

Ein schönes Tor zu schießen, das gelingt den meisten Fußballern mindestens einmal in ihrer Karriere. Den Ball jedoch auf unkonventionelle Art und Weise über die Linie zu drücken, das ist schwieriger als gedacht. Genau so ein Kunststück hat im Mai Nils Prehn vom RSV Praest vollbracht. Hierfür wurde er jetzt von der WDR-Sendung „Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs“ in der Rubrik „Kacktor des Monats Mai“ mit einer Klobrille ausgezeichnet.


Kurioses Eigentor
Bei der 1:6-Niederlage in der Kreisliga A gegen den TV Voerde netzte der Verteidiger zum zwischenzeitlichen 0:2 ins eigene Tor ein, indem er den Ball vor dem Strafraum anstatt zu klären ungewollt gekonnt um seinen herauseilenden Torwart legte und im eigenen Tor versenkte. „Das ist ein richtiges Kacktor. Das habe ich auch noch nie gesehen, dass ein Verteidiger den Ball so ins Tor lenkt“, sagt Mitspieler Joel Ising, der zusammen mit Prehn auf dem Platz stand und das Tor aus nächster Nähe beäugen konnte. „Abends, als ich dann zu Hause war, habe ich gedacht: Das ist genau das Richtige fürs Kacktor.“

In der Rubrik der Fußballsendung im WDR werden einmal im Monat ganz besondere Tore zur Abstimmung gestellt. „Beim ‚Kacktor des Monats‘ wählt ihr den unterdurchschnittlichsten Treffer des Monats – je unattraktiver, desto besser“, fasst die ZwWdF die Rubrik zusammen.


„Das ist ein richtiges Kacktor. Das habe ich auch noch nie gesehen, dass ein Verteidiger den Ball so ins Tor lenkt“
Joel Ising, Mitspieler RSV Praest


Geniestreich und große Fußballkunst
Der kuriose Treffer fiel somit genau in die Kategorie Kacktor, wie sie die Sonntagabend-Fußballsendung sucht. Nachdem Ising ohne Rücksprache das Tor einreichte, bekam er nach kurzer Zeit auch schon eine Rückmeldung, dass der Treffer es zumindest in die engere Auswahl schaffen könnte. Und auch auf dem Instagram-Kanal der Sendung wurde das Tor veröffentlicht. Bis heute wurde das Eigentor über 300.000 Mal aufgerufen.

Als es der Praester Treffer dann einige Wochen später schließlich in die öffentliche Abstimmung schaffte, kommentierte Moderator Arnd Zeigler das Tor im Fernsehen auf seine gewohnt lockere Art: „Dann zauberte der Praester Verteidiger und Fußballgott Nils Prehn auch noch diesen Geniestreich aus seinem rechten Fuß. Leider ein Eigentor, aber das ist doch bei so großer Fußballkunst völlig Latte.“


WDR.de | Kacktor des Monats Mai 2026


Nils Prehn sticht Schalker aus
Um am Ende auch die Klobrille in die Höhe reißen zu können, musste Nils Prehn sich in der Abstimmung gegen vier weitere Mitbewerber durchsetzen. Dabei hatte der Emmericher durchaus namhafte Konkurrenz, standen doch auch Tore des Kölner Neuzugangs Luka Lochoshvili (in der vergangenen Saison noch für 1. FC Nürnberg aktiv) oder Ron Schallenberg von Schalke 04 mit zur Auswahl. „Dann haben wir das natürlich in der Mannschaft verbreitet und in den Familien. So hat jeder mit seiner Stimme dazu beigetragen“, erklärt Ising.

Nicht nur die Ligen verabschiedeten sich in die Sommer- und WM-Pause, auch Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs gönnte sich eine Pause. Erst vor rund zwei Wochen meldete sich die Redaktion wieder bei Ising. „Die haben mir dann geantwortet, dass wir das gewonnen haben – mit großem Abstand“, sagt der Praester Spieler.


Ehrung unter Gelächter und Applaus
Eigentlich war geplant, Nils Prehn die Auszeichnung am kommenden Samstag auf dem Mannschaftsabend zu überreichen, doch aufgrund des Urlaubs des Torschützen musste sich Ising etwas anderes einfallen lassen. Deswegen übergab die Mannschaft die Klobrille schon am vergangenen Wochenende vor einem internen Test. „Es wusste auch keiner Bescheid, außer dem Trainer und dem Kapitän“, erklärt Ising, der im Auftrag der WDR-Sendung unter Gelächter und Applaus der Mitspieler auch die Ehrung übernahm. „Von uns allen herzlichen Glückwunsch. Das hast du dir redlich verdient. „Ein Traumtor“, sagte er. Und auch Prehn nahm es mit Humor. „Da kannst du dir etwas von abgucken“, sprach er in Richtung des Laudators.



Kommt jetzt die Auszeichnung Kacktor des Jahres?
Mit der Auszeichnung zum Kacktor des Monats Mai nimmt Nils Prehn nun am Ende des Jahres wie alle anderen Kacktor-des-Monats-Gewinner an der Abstimmung zum Kacktor des Jahres teil. „Da gibt es eine goldene Kloschüssel. Da werden wir auch wieder alles dafür tun, dass wir die auch kriegen“, lautet das Ziel von Ising, Prehn und allen Beteiligten des RSV Praest.


Quellenangabe
Text: NRZ.de | Alexander Bos