Anlässlich seines 75-jährigen Bestehens hatte der RSV Praest zu einem Festwochenende eingeladen, bei dem ein unterhaltsames Programm geboten wurde.

Der Auftritt von Schlagerstar Michael Wendler bei der Einweihungsfeier des neuen Sportplatzes 2008 war ein Highlight in der Geschichte des RSV Praest gewesen. Zum 75-jährigen Vereinsjubiläum gab es nun eine Wiederholung. Zwar „nur“ mit einem Wendler-Double, aber auch der sorgte mit Hits wie „Nina“ und „Prinzessin“ für ordentlich Stimmung bei der schwarz-gelben Nacht am Vereinsheim. Zu „180 Grad“ gab es eine Polonaise und „Sie liebt den DJ“ schmetterte der Überraschungsgast zusammen mit dem RSV-Vorsitzenden Michael Kühn.


Wendler-Double sorgt für Stimmung
Bereits seit 15 Jahren ist Holger Kraus als Wendler-Imitator unterwegs und absolvierte am Samstagabend gleich mehrere Auftritte. So kam der Sänger direkt von einer Show in Wesel in den Emmericher Süden. „Der Auftritt war ein Wunsch aus der Mannschaft. Wir hören nach den Spielen fast immer den Wendler-Hitmix“, erklärte Joel Ising, Spieler der Praester Erstvertretung und auch an der Organisation des Festwochenendes beteiligt.

Wendler-Double Holger Kraus sorgte für Stimmung.


Begonnen wurde der Samstag mit einem „Legendenspiel“, bei dem ehemalige und aktive RSV-Akteure gemeinsam kickten. Das etwa einstündige Match bei hochsommerlichen Temperaturen wurde vom Schiedsrichter-Trio Canan Cosgun, Dirk Scholten und Chris Hempel geleitet. Am Ende siegte das gelbe Team mit 6:1. Justin Ising (2), Fabian Bonekamp, Lukas Verbücheln, Fatih Fundaci und Dennis Döring konnten ins gegnerische Gehäuse treffen, wo Peter Küpper zwischen den Pfosten stand.

Zu einem Legendenspiel trafen sich aktive und ehemalige Spieler.


„Ich habe mich beim RSV stets wohl gefühlt und bin immer gerne hier, wobei auch meine Schwiegereltern in Praest wohnen“, erzählte Peter Küpper, der in der Vergangenheit sowohl als Keeper als auch als Stürmer oft für großen Unterhaltungswert bei den Schwarz-Gelben gesorgt hatte. Inzwischen lebt der 46-Jährige in Bochum und ist dort unter anderem als Torwarttrainer tätig.

Paul Dickerboom kehrt nach Praest zurück
Den Treffer für das weiße Team erzielte Paul Dickerboom per Elfmeter. „In der kommenden Saison werde ich wieder für die zweite Mannschaft in Praest spielen“, verriet der inzwischen 59-Jährige nach dem Match. Damit schließt sich für Dickerboom ein Kreis, denn in den 70er Jahren hatte der Angreifer, der zuletzt in Millingen aktiv gewesen war, beim RSV seine lange Fußballkarriere begonnen. Anfang dieses Monats war Paul Dickerboom erstmals auch mit einem Ü60-Team bei einer Westdeutschen Meisterschaft im Einsatz und in der Sportschule Duisburg-Wedau mit der SG FC Lankern als Dritter sogar auf dem Treppchen gelandet.

Auch Bürgermeisterin Claudia Lindlahr wurde ein Jubiläumsschal des RSV Praest umgelegt.


Zudem hatte der RSV Praest anlässlich des Jubiläums am Samstagnachmittag zu einer Matinee ins Vereinsheim eingeladen, auf der Michael Kühn neben langjährigen Weggefährten aus den eigenen Reihen auch Gäste von Nachbarvereinen sowie Sponsoren begrüßte. In seiner Rede gab er einen Blick in die Vereinsgeschichte, erinnerte an sportliche Erfolge und dankte zahlreichen Personen, die sich um den Verein verdient gemacht hatten. So wie die Familie Opgen-Rhein. „Sie ist ein großes Stück RSV“, stellte Kühn fest. Anton Opgen-Rhein war bei der Gründung der erste Vorsitzende des Vereins, viele Nachkommen engagierten sich in den folgenden Jahrzehnten bei den Schwarz-Gelben.

Der Spielmannszug, dem auch einige Fußballer angehören, gratulierte mit einem Ständchen.


Zum Vereinsjubiläum gratulierte auch der Spielmannszug Praest, der eng mit dem RSV befreundet ist, mit einem Ständchen. Ebenfalls zur Feier kamen die Emmericher Bürgermeisterin Claudia Lindlahr und Martin Bahl als Vertreter des Fußball-Kreises Rees/Bocholt, der auch einige Ehrungen vornahm. So gab es für vier Mitglieder des RSV die goldene Verdienstnadel des Fußballverbandes Niederrhein. Thomas Schmitz, Rainer Wolters, Frank Peerenboom und Axel Teloh engagieren sich seit vielen Jahren beim RSV auch in der Vorstandsarbeit. Die silberne Verdienstnadel erhielten Paul-Heinz van Gemmern und Nico Epping.

Eine Platinnadel habe eigentlich Michael Kühn verdient, meinte anschließend Nico Epping in Richtung des 1. Vorsitzenden, der den 1951 ins Leben gerufenen Klub seit mittlerweile zwei Jahrzehnten führt: „Du bist Kopf, Herz und Seele des RSV!“

Die Alten Herren des RSV Praest feierten einen Heimsieg.


Gestartet hatte das dreitägige Jubiläumsevent am Freitag mit einem Alt-Herren-Turnier. „Das war eine tolle Veranstaltung und insgesamt sehr gesellig“, freute sich Michael Kühn über einen gelungenen Auftakt, bei dem die Gastgeber am Ende auch noch über einen Heimerfolg jubeln durften. Mit vier Siegen und einem Unentschieden lagen die Praester vor der Fortuna aus Elten, die im entscheidenden letzten Spiel mit 1:0 bezwungen wurde. Den Treffer markierte Christoph Langanke, Leiter der Praester Alt-Herren-Abteilung. Außerdem waren Teams vom SV Vrasselt, VfB Rheingold, Eintracht Emmerich und Fortuna Millingen gekommen.

Auch der Nachwuchs trat beim Festwochenende gegen den Ball.


Der Sonntag stand dann zum Abschluss des gelungenen Praester Festwochenendes ganz im Zeichen des Jugendfußballs. So trat der Nachwuchs gegen den Ball und es gab ein buntes Programm, unter anderem mit einer Hüpfburg und einem Ballonkünstler.


Fotos des Jubiläums


Quellenangabe
Text: NRZ.de | Michael Schwarz
Fotos: Fotografie Karina