Über 130 Personen folgen der Einladung, kommen sogar aus der Schweiz, München und Ostfriesland, um bei der Feier im Vereinsheim des RSV Praest dabei zu sein.
In seinen 21 Jahren als Cheftrainer des RSV Praest hatte Roland Kock bis zum vergangenen Sommer mit etlichen Spielern, Übungsleitern und Betreuern zusammengearbeitet. Sie waren jetzt alle eingeladen bei einer großen „Legenden-Party“ im Vereinsheim der Schwarz-Gelben. „Das war ein tolles Treffen und hat großen Spaß gemacht“, freute sich der Coach, dass zahlreiche Weggefährten der Einladung gefolgt waren. Bis in die frühen Morgenstunden wurden Erinnerungen ausgetauscht. Über 130 Personen tummelten sich in den Räumlichkeiten am Brillackweg.
Von der Idee vor einem guten halben Jahr bis zur Veranstaltung war viel Arbeit zu bewältigen, unter anderem mussten die Adressen der Ehemaligen besorgt werden. Neben Roland Kock waren Marco Gertsen und Jens Ricken federführend bei der Organisation, zudem packten viele weitere ehemalige und Akteure im Vorfeld und beim Fest kräftig mit an.
Marco Gertsen, Mitorganisator der „Legenden-Party“
Komplett geschmückt war das Vereinsheim mit schwarz-gelben Luftballons, Fähnchen und Girlanden, es gab Stellwände mit Zeitungsausschnitten, es hingen RSV-Trikots aus den letzten beiden Jahrzehnten an den Wänden sowie ein großes Banner mit der Mannschaft, die 2020 den Aufstieg in die Landesliga geschafft hatte. Für die Musik während der Party sorgte Mike Gallinger.
Juri Wolff, langjähriger Spieler unter Roland Kock und auch aktuell noch der Kapitän der Praester Kreisliga-A-Mannschaft überreichte Roland Kock ein Trikot mit der Nummer 21, auf dem alle Gäste unterschrieben hatten. „Was du hier auf die Beine gestellt hast, wird es so nicht mehr geben“, meinte Wolff angesichts der außergewöhnlich langen und erfolgreichen Ära des Coaches, der sich stets auch auf die Unterstützung seiner Frau Michaela verlassen konnte, der ebenfalls gedankt wurde.
Roland Kock konnte auf dem Fest auch einige Übungsleiter begrüßen, unter dessen Regie der heute 58-Jährige als Spieler trainiert hatte – so Hermann-Josef Tebaay, seinen ersten Jugendcoach in Praest. Gekommen waren auch Hans-Bernd Kühnen und Stephan Koenen, die Roland Kock bei den Senioren beim RSV und dann nach seinem Wechsel zum VfB Rheingold Emmerich betreut hatten.
Jean-Paul Heijmen , reiste aus der Schweiz an
Die weitesten Anreisen auf sich genommen hatten Thorsten Ising aus München und Jean-Paul Heijmen, der aus St. Gallen in den Emmericher Süden gekommen war. Heijmen hatte von 2004 bis 2007 in Praest gespielt und die Aufstiege von der Kreisliga B bis in die Bezirksliga mitgemacht. „Damals herrschte eine große Euphorie im Dorf“, erinnert sich der heute 50-Jährige, der seit 2008 in der Schweiz lebt, aus der auch seine Mutter stammt. „Ich habe sofort zugesagt, als die Einladung aus Praest kam. Der Kontakt in die Heimat ist nie abgerissen und ich komme immer wieder gerne zurück, vor allem wenn hier Schützenfest ist“, sagt Heijmen.
Physiotherapeut bei Fortuna Düsseldorf
Direkt von einem Zweitliga-Spiel fuhr Fais Al Mami nach Praest. Der 35-Jährige ist seit 2024 als Physiotherapeut bei Fortuna Düsseldorf tätig und war auch am Samstag beim Sieg der Landeshauptstädter gegen den 1. FC Magdeburg im Einsatz. „Es war mir sehr wichtig zu kommen, ich habe immer gerne in Praest gespielt und habe ein super Verhältnis zu Roland“, erklärte der technisch versierte Offensivakteur, der seine Karriere aufgrund einer nicht richtig behandelten Sprunggelenksverletzung schon sehr frühzeitig beenden musste. „Fais hatte richtig Potenzial und hätte sicherlich auch noch höher spielen können“, so Kock.
„Viele gute Momente“ verbindet Fabian Hesse mit dem RSV Praest. Der 40-Jährige, der beruflich in der Prozessoptimierung im Lebensmittelbereich tätig ist, lebt seit zehn Jahren im ostfriesischen Emden und hatte sich ebenfalls ins Auto gesetzt, um bei der „Legenden-Party“ dabei zu sein. „In Praest war meine sportlich beste Zeit und ich habe viel von Roland gelernt“, so Hesse, der seine Fußballschuhe im Sommer nach einer letzten Saison beim B-Ligisten SuS Emden an den Nagel gehängt hat.
Nicht nur zu dieser Veranstaltung, sondern Immer wieder gerne kommen auch die langjährigen Keeper Dennis Döring und Steffen Nüßmann nach Praest zurück. „Roland hat immer alle mitgenommen“, möchten die Torhüter die Zeit beim RSV nicht missen.


















Quellenangabe
Text: NRZ.de | Michael Schwarz
Fotos: Photo-Ecke.de | Hubert Hermanns & Privat/RW


